Psychologische Scheidungsberatung oder Trennungsberatung

Die psychologische Trennungsberatung oder Scheidungsberatung unterscheidet sich deutlich von der juristischen Scheidungsmediation. Letztere befasst sich mit der gütlichen Lösung rechtlicher und finanzieller Aspekte und wird in der Regel von Juristen mit zusätzlicher Mediationsausbildung durchgeführt.

Die psychologische Trennungsberatung setzt sich mit den unterschiedlichsten Verletzungen auseinander, die während einer Trennungsphase entstehen können. Gerade nach langjährigen Partnerschaften sind die Verletzungen oft sehr gross und bedürfen der psychologischen Be- und Nachbearbeitung. Ist ein Paar primär an unverarbeiteten kindlichen oder frühkindlichen Konflikten gescheitert, besteht die Gefahr, dass sich diese in einer neuen Beziehung wieder genau gleich zerstörerisch auswirken, so dass man die alten und destruktiven Verhaltensmuster von Partnerschaft zu Partnerschaft mitschleppt und wiederholt.

Ziel einer psychologischen Scheidungsberatung kann die Verarbeitung der Trauer und des Schmerzes nach einer Trennung sein. Weiter kann sie Teil der Vorbereitung eines würdigen Abschiedes voneinander sein, um damit die Möglichkeit zu schaffen, sich nach einer gewissen Zeit wieder versöhnen zu können. Diese Entwicklungsschritte sind in jedem Fall wichtig, besonders wenn Kinder betroffen sind. Diese leiden häufig am meisten unter der Trennung der Eltern. Oft werden sie zum Spielball ihrer Eltern, die sich für erlittene Verletzungen und Kränkungen auf Kosten der Kinder an ihrem Partner oder der Partnerin rächen.